Basisausbildung – Hund (für Externe) / Zusatzmodul Hund (für TeilnehmerInnen, AbsolventInnen)

© Einsatzteam für tiergestützte Interaktion mit Hund/en

Von der Notwendigkeit einer professionellen Ausbildung von Hund und Mensch…

Hunde leisten Erstaunliches im Bereich der tiergestützten Intervention:

Sie fungieren als Dialogpartner, Sozialkatalysator, Medium zwischen Klient und Therapeut, methodisches „Werkzeug“ im Bereich der sensorischen und motorischen Förderung,…

Sowohl der „freie“ Mensch-Tier-Kontakt als auch das systematisch geplante, wiederholbare Setting haben seine Daseinsberechtigung im Bereich der professionellen tiergestützten Intervention.

Sie öffnen sich als soziale Wesen fremden Menschen, gehen scheinbar empathisch auf deren Bedürfnisse oder Gemütszustand ein, sind in der Lage, auf analoger Ebene zu kommunizieren, agieren nahezu nichtwertend bei optischen Veränderung ihres Gegenübers und sind Tag für Tag zum Wohl des Menschen im Einsatz.
Übersehen wird hier zum Teil leider manchmal das Wohl des Tieres selbst, das unsere pädagogische oder therapeutische Arbeit bereichert – oftmals aus Unkenntnis oder Unwissenheit heraus.

Die Ausbildung zum © Einsatzteam für tiergestützte Interaktion mit Hund vermittelt zum einen umfangreiches, fundiertes Fachwissen und führt im praktischen Teil der Ausbildung Mensch und Hund zu einem eingespielten, professionellen Team zusammen. Zudem beinhaltet die Ausbildung den bundeseinheitlichen Hundeführerschein D.O.Q.-Test 2.0 in Theorie (Sachkundeprüfung) und Praxis.

Nur ein von gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung geprägtes Mensch-Hund-Team kann im Bereich der praktischen tiergestützten Intervention erfolgreich arbeiten und voll Freude und Begeisterung agieren.

Die Wesens- und Eignungsüberprüfung

Den Einstieg in die Basisausbildung Hund bzw. das Zusatzmodul Hund bildet die Wesens- und Eignungsüberprüfung für Hunde ab einem Alter von ca. 10 Monaten. Sie dient dazu, einen Überblick über den Entwicklungs- und Ausbildungsstand des Hundes zu bekommen, der im Bereich der tiergestützten Intervention eingesetzt werden soll bzw. bereits eingesetzt wird.

Zudem wird die Mensch-Hund-Beziehung beurteilt und die Bindung zwischen dem/r Hundeführer/in und seinem/ihrem Hund begutachtet.

Die Wesens- und Eignungsüberprüfung ist verpflichtend für den Einstieg in die Ausbildung zum
© Einsatzteam für tiergestützte Interaktion mit Hunden, welche das Institut Tiere im Einsatz seit vielen Jahren erfolgreich durchführt.

Geprüft werden beispielsweise die Bereiche Ausbildungsstand des Hundes, der Umgang des Hundes mit Umwelteinflüssen und Alltagssituationen, die Reaktion bei triebindizierten Reizen, das Heranführen an unbekannte Situationen, aber auch die individuelle Stressregulation des Hundes.

Grundsätzliche Wesenszüge, individuelle Stärken und Schwächen, Entwicklungsstand, rassespezifische Aspekte,… werden hierbei berücksichtigt bzw. thematisiert, die Grundlage bildet ein ausführlicher Besitzerfragebogen sowie ein vom behandelnden Tierarzt auszufüllendes Gesundheitszeugnis.

 Zum Abschluss findet ein ausführliches Reflektionsgespräch mit Tipps zu Lernmethoden, Handling, Trainingsabläufen und vielem mehr statt.

Die Ausbildungsinhalte

Die Basisausbildung Hund (für Externe) / das Zusatzmodul Hund (für Teilnehmer/innen, AbsolventInnen) zum © Einsatzteam für tiergestützte Interaktion mit Hunden richtet sich an Personen, die mit ihrem/n Hund/en im Bereich der tiergestützten Intervention tätig sind bzw. werden wollen.

Seit vielen Jahren praktiziert, hat sich die Form der praktischen Ausbildung von Mensch und Hund im Laufe der Jahre und aufgrund der umfangreichen Erfahrung der Ausbilder/innen und Dozenten/innen auf diesem Gebiet zunehmend professionalisiert, und präsentiert sich heute umfangreich, fundiert und innovativ. Trotzdem konnte der persönliche Charakter und die individuelle Betreuung innerhalb der Ausbildung beibehalten werden, um Mensch und Hund zu einem Team zusammenzuführen.

Neben vier Praxisseminaren mit Selbsterfahrungselementen, spezifischer Anleitung, fachkundiger Beratung und Einblick in die praktizierte tiergestützte Intervention spielt auch das zu absolvierende Praktikum (Praxisstunden mit Hund als Praktikanten/innen oder im eigenen Arbeitsfeld) mit abschließender schriftlicher Dokumentation eine wichtige Rolle.

Auch die Beurteilung der Mensch-Hund-Beziehung erfolgt innerhalb der Praxisseminare (sowie während der Wesens- und Eignungsüberprüfung und bei Theorieseminaren mit Anwesenheit des Hundes).

Insgesamt bietet die Ausbildung ein breites Spektrum an Fachwissen, Bereiche der Kynologie, Verhaltensforschung, konzeptionelle Arbeit, Einblick in die praktizierte tiergestützte Intervention, Methodik, …

Den Abschluss bildet eine schriftliche Abschlussprüfung zu den Ausbildungsinhalten sowie die Präsentation eines individuellen Tätigkeitsprofils (Vortrag mit Powerpoint-Präsentation).

Ebenso Teil der Abschlussprüfung ist der bundeseinheitliche Hundeführerschein D.O.Q.-Test 2.0 in Theorie und Praxis.

Umfang der Ausbildung

Die Ausbildung zum © Einsatzteam für tiergestützte Interaktion mit Hund erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa 12 Monaten und ist als berufsbegleitende Zusatzqualifikation konzipiert. Viele Arbeitgeber verlangen inzwischen Nachweise über eine Ausbildung des Hundes, bevor dieser im jeweiligen Arbeitsfeld eingesetzt werden darf. Insofern sind aber auch etliche Arbeitgeber bereit, die Ausbildung des Hundes zu finanzieren oder einen Kostenzuschuss zu gewähren.

Die Gesamtstundenzahl der Basisausbildung/Zusatzmodul Hund umfasst 134 Unterrichtseinheiten, davon 62 Unterrichtseinheiten Präsenzzeit sowie 16 Unterrichtseinheiten nachzuweisende Praxisstunden, und ist von der Regierung von Oberbayern als Fort- und Weiterbildungsangebot anerkannt.

Das Zertifikat

Nach erfolgreichem Abschluss der Basisausbildung Hund erhält der/die Teilnehmer/in ein qualifikationsbezogenes Zertifikat und ist fortan berechtigt, die Bezeichnung `© Einsatzteam für tiergestützte Interaktion mit Hund´ zu verwenden, jedoch begrenzt auf das Mensch-Hund-Team, welches gemeinsam die Ausbildung absolviert hat.

Für den Hund wird eine Leistungskarte erstellt, auf welcher sowohl die Wesens- und Eignungsüberprüfung als auch sämtliche Nachprüfungen dokumentiert werden.
Die Nachprüfung des Hundes ist im zweijährlichen Rhythmus erforderlich, sonst erlischt die Gültigkeit.

Für jeden weiteren Hund muss die Wesens- und Eignungsüberprüfung sowie der praktische Teil der Ausbildung nochmals absolviert werden.

Die Vorraussetzungen

Die Basisausbildung Hund ist ein Angebot ausschließlich für externe Teilnehmer/innen, das Zusatzmodul Hund obliegt den Teilnehmern/innen und Absolventen/innen der Weiterbildung, und ist verpflichtende Voraussetzung für die Mitnahme des Hundes zu den Seminaren der Weiterbildung zur Fachkraft für professionelle tiergestützte Intervention (siehe Grundsätzliches zur Ausbildung).

Das erfolgreiche Absolvieren der Wesens- und Eignungsüberprüfung ist Voraussetzung für den Einstieg in die Ausbildung zum © Einsatzteam für tiergestützte Interaktion mit Hund. Hierfür werden nach Zusage individuelle Einzeltermine vorgegeben.

Zu Beginn der Ausbildung darf der Hund nicht jünger als 10 Monate sein, möglichst nicht älter als 6 Jahre.
Ein einwandfreier Gesundheitszustand muss anhand des vom behandelnden Tierarzt ausgefüllten Gesundheitszeugnis nachgewiesen werden, ebenso regelmäßige Gesundheitsprävention.

Der Hund sollte generell freundlich, offen und interessiert am Kontakt mit Menschen – im speziellen fremden Personen – sein sowie über einen soliden Grundgehorsam verfügen.

Die Beziehung zwischen Mensch und Hund muss bereits gefestigt sein.

Vertrauen und eine positive Bindung sollten die Grundlage dieser Beziehung darstellen.

Die Stressregulation sollte in einem angemessenen Bereich liegen.

Die Anmeldung

Die Kosten für die Basisausbildung/Zusatzmodul Hund zum © Einsatzteam für tiergestützte Interaktion entnehmen Sie bitte dem Anmeldebogen. Alle Praxis- und Theorieseminare sind verpflichtend zu belegen!

Für Teilnehmer/innen bzw. Absolventen/innen der Weiterbildung ist die Teilnahme an den Theorieseminaren 1 – 3 BEREITS in der Weiterbildung enthalten

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